Dr. Christof Haverkamp liest über Bruno Fabeyer
Am Mittwoch, 11. Februar 2026, lädt das Emslandmuseum Lingen um 19:30 Uhr zu einer Lesung mit Dr. Christof Haverkamp ein. Der Autor stellt sein Buch „Bruno Fabeyer – Waldmensch und ‚Moormörder‘“ vor, das sich mit einem der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte beschäftigt.

Im Mittelpunkt steht Bruno Fabeyer (1926–1999), ein Serien-Einbrecher, der im Jahr 1966 auf der Flucht einen Polizisten tötete. Anschließend entzog er sich fast ein Jahr lang der Fahndung, indem er sich in Wäldern und Moorgebieten versteckte. Erst genau ein Jahr nach der Tat wurde Fabeyer gefasst.
Haverkamp zeichnet in seinem Buch die Lebensgeschichte Fabeyers nach und ordnet dessen Taten in ihren historischen, sozialen und kriminalistischen Kontext ein. Auch zum Emsland und zur Stadt Lingen bestehen biografische Bezüge: Fabeyer war 1941 für kurze Zeit als Landarbeiter im nahegelegenen Elbergen tätig und in den 1950er Jahren mehrfach in der Strafanstalt Lingen inhaftiert. Zudem war der Fall Fabeyer durch die damalige Tagespresse auch im Emsland bekannt, selbst wenn er dort keine Einbrüche beging.
Die Lesung bietet Gelegenheit, vom Autor mehr über die Hintergründe des Buches, die Recherchen und die historische Einordnung des Falls zu erfahren.

Der Eintritt ist frei. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung erforderlich beim Emslandmuseum Lingen, Burgstraße 28 B, 49808 Lingen (Ems), per E-Mail an museum.lingen@t-online.de oder telefonisch unter 0591/47601 (nur nachmittags von 14:30 bis 17:30 Uhr).