Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 14:30 bis 17:30 Uhr, sonst nach Absprache. An Feiertagen geschlossen (außer Tag der Deutschen Einheit und Reformationstag)
Gruppen in der Ausstellung bis zu maximal 25 Personen
Gruppen für Vorträge und Veranstaltungen im Saal nach Absprache
Terminvereinbarung unter Tel. (0591) 47601 oder Email: museum.lingen@t-online.de
1588 erließ Graf Arnold von Bentheim-Tecklenburg-Steinfurt (1554–1606) eine reformierte Kirchenordnung in seinen Herrschaftsgebieten. Doch wie ging er eigentlich praktisch dabei vor, um sein Vorhaben auch um- und durchsetzen zu können?
Arnold selbst neigte nach seinem Studienaufenthalt in Straßburg, wo er mit den Lehren Johannes Calvins in Berührung kam, dem reformierten Bekenntnis zu. Bereits seit 1574 ließ er in seiner Bentheimer Schlosskapelle für sich und seine Familie den Gottesdienst in reformiertem Ritus feiern und berief dazu auch einen calvinistischen Prädikanten als Hofprediger: Johann Kemener. Der Schritt, auch in seinen Landen das reformierte Bekenntnis einzuführen, erfolgte aber erst über ein Jahrzehnt später. Im Herbst 1587 berief er in Tecklenburg eine Versammlung ein. Dort fanden sich neben den gräflichen Räten auch einige Landadelige ein, die auch der reformierten Lehre zuneigten. Ferner waren die Pastoren von Tecklenburg, Nordhorn und Schüttorf zugegen. Auch diese Pfarrer dürften also bereits dem Reformiertentum nahe gestanden haben.
Titelblatt der Bentheim-Tecklenburger Kirchenordnung von 1588 (Druck 1619).
Demonstration auf dem Lingener Marktplatz Ende 1918
Um das Ende des Ersten Weltkriegs und die Ereignisse in den ersten Nachkriegsjahren geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. 1918 war der Krieg für Deutschland endgültig verloren. Der Kaiser dankte ab und ging ins Exil in die Niederlande. Aus dem Kaiserreich wurde eine Republik. Doch die Folgen des Krieges wie Staatsbankrott, Wirtschaftskrise und Hyperinflation überschatteten auch in Lingen noch viele Jahre den Alltag der Menschen.
Welches Bekenntnis Graf Everwin von Bentheim wirklich hatte
Im Jahr 1560 kam es im gräflichen Haus Bentheim zum gewalttätigen Höhepunkt eines bereits einige Jahre andauernden Ehestreits: Graf Everwin von Bentheim-Tecklenburg (1536–1562) ließ seine Gemahlin Anna (1530–1582) gefangen setzen und in den Turm der Burg sperren. Dort musste die Gräfin mehrere Wochen ausharren, bis sie ihr Vetter, Graf Christoph von Oldenburg, aus ihrer Gefangenschaft befreite. Nach diesem Eklat wurde 1560 in Osnabrück ein Vertrag aufgesetzt, der zur Versöhnung des Paares beitragen sollte.
Graf Eberwin III. von Bentheim-Steinfurt (1536-1562) im Alter von 25 Jahren, 1560, gemalt von Hermann tom Ring. Bild: Wikimedia commons.
Lingen in der Zeit des Ersten Weltkriegs steht im Mittelpunkt der heutigen Folge unserer Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Zwar fanden damals im Emsland keine Kampfhandlungen statt und Lingen war noch nicht einmal Garnisonsstadt, aber die Folgen des Krieges für die Lingener Soldaten an der Front und für die Zivilisten in der Heimat waren einschneidend.
Ein indigenes Kulturobjekt aus Papua-Neuguinea im Emslandmuseum Lingen.
Von Moritz Terwei
Das Emslandmuseum Lingen erhält regelmäßig Schenkungen aus privater Hand. Kürzlich wurde uns ein Objekt übergeben, dazu ein schriftlicher Vermerk, dass es sich um ein „Gerät zur Ackerbearbeitung“ handeln würde. Das Objekt sei vom seinerzeitigen Vorsitzenden des Kirchenvorstandes der Lutherkirchengemeinde Leer und Superintendenten Dirk Koller (Amtszeit 1977–1983) aus der „Südsee mitgebracht“ worden. Koller, der möglicherweise für die dortige Missionsstationen zuständig war, habe es dann seinem Sohn vermacht, der die Bitte äußerte, es in „geeignete Hände“ zu geben.
Das dem Museum übergebene Stück: eine Axt mit Steinklinge und Flechtwerk. Foto: Emslandmuseum Lingen.
1878 weihte die Jüdische Gemeinde Lingen ihre Synagoge ein
Die Jüdische Gemeinde ist Thema der heutigen Folge der Geschichtsserie von El-Kurier und Emslandmuseum. Sie wurde in der Zeit des Natioalsozialismus durch Vertreibung und Ermordung vollständig ausgelöscht. Umso wichtiger, im Rahmen dieser Serie an ihre Geschichte zu erinnern.
Ein Schulwandbild aus der NS-Zeit im Emslandmuseum Lingen
Von Moritz Terwei
Manch einer kennt sie noch aus seiner eigenen Schulzeit: die sogenannten Schulwandbilder. Auch das Emslandmuseum Lingen besitzt eine Vielzahl dieser Bilder aus verschiedenen Epochen. Heute wollen wir uns einem Schulwandbild aus der NS-Zeit widmen.
Schulwandbilder als Lehrmedien
Schulwandbilder in der Landschule des Mühlenhof-Freilichtmuseums Münster. Sie dienten sowohl als didaktische Medien als auch als Wandschmuck. (Virtueller Museumsrundgang des Mühlenhof-Freilichtmuseums [Screenshot], 21.03.2025).
Um Eisenbahngeschichte geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Und die war im 19. Jahrhundert noch geprägt durch die deutschen Kleinstaaten. So wurde Lingen zwar kein Eisenbahn-Knotenpunkt, aber Standort eines Eisenbahn-Reparaturbetriebes, der innerhalb weniger Jahrzehnte zum größten Industriebetrieb der Region aufstieg.
„1547 – Lingen geht in den Besitz von Maximilian von Büren“. Diese Feststellung bleibt oft unkommentiert. Wer war Max von Büren? Warum nahm er Lingen in Besitz? Warum war es ein kurzes Gastspiel?
Porträt Maxililians von Büren (1500-1548) zu Pferd. Holzschnitt aus den frühen 1540er Jahren. Emslandmuseum Lingen.
Feier zum ‚Kaisergeburtstag‘ auf dem Marktplatz (1897)
Die Epoche des deutschen Kaiserreiches (1871-1918) steht im Mittelpunkt der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs (1914) war dies eine wirtschaftliche Blütezeit für die Stadt Lingen. Aus dem hannoverischen Amtssitz wurde eine preußische Kreisstadt mit zahlreichen Behörden.