Hervorgehobener Beitrag

HERZLICH WILLKOMMEN IM EMSLANDMUSEUM

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 14:30 bis 17:30 Uhr, sonst nach Absprache.
An Feiertagen geschlossen (außer Tag der Deutschen Einheit und Reformationstag)

Gruppen in der Ausstellung bis zu maximal 25 Personen

  • Gruppen für Vorträge und Veranstaltungen im Saal nach Absprache
  • Terminvereinbarung unter Tel. (0591) 47601 oder Email: museum.lingen@t-online.de



Zur Vortragsreihe „MITTWOCHS IM MUSEUM“: https://heimatverein-lingen.de/events/

Hier geht es zu den weiteren Hinweisen:

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„nachhero keinen Bauren mehr ohne Pfeiffen-Deckel bemercket“

Brandschutz in der Grafschaft Lingen zur Mitte des 18. Jahrhunderts

Von Sebastian Schröder

Im Herbst 1749 reiste der preußische Beamte Ernst Albrecht Friedrich Culemann (1711–1756) in die Grafschaft Lingen. Culemann war seinerzeit tätig bei der Kriegs- und Domänenkammer in Minden, der Landesbehörde für vier der preußischen Territorien in Westfalen. Der Sprengel der Kammer umfasste das Fürstentum Minden sowie die Grafschaften Ravensberg, Tecklenburg und Lingen. Zwar lag der Fokus bei der Reise von Culemann eindeutig darauf, die Bewirtschaftung der landesherrlichen Eigenbesitzungen zu kontrollieren, die Erhebung von Zöllen oder Abgaben zu begutachten sowie die Tätigkeit der Amtleute zu bewerten. Gleichwohl kam er natürlich immer wieder in Kontakt mit der Bevölkerung in Stadt und Land. Auf diese Weise erfuhr er, wie die Menschen lebten und was sie bewegte – und manche seiner Beobachtungen notierte der Beamte anschließend in seinem Bereisungsprotokoll. Besonders bewegten ihn die getroffenen Maßnahmen des preußischen Landesherrn zur Verhütung von Bränden.

Offene Feuerstellen und das Pfeiferauchen waren früher öfter Auslöser von Bränden.

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Das Hannoverische Königshaus – eine komplizierte Dynastie

Lingener Geschichte im Bild (57)

Georg IV. war erst Prinzregent und 1820 bis 1830 König von Hannover

Um die Dynastie des hannoverischen Königshauses der Welfen geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Denn durch die Erbfolge seiner Mutter, Sophie von der Pfalz, eine Enkelin des englischen Königs Jakob I. aus dem Hause Stuart, fiel der englische Königsthron 1714 an Georg I. Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg. Er stammt aus dem Adelshaus der Welfen. Für fünf Generationen regierte nun das kurfürstliche Haus Hannover gleichzeitig auch Großbritannien und Irland.

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Wo lag der Donnerberg?

Das Bruchstück einer emsländischen Amtsrechnung aus dem Jahr 1318 gibt Rätsel auf

„Verschwundene Burgen im Kreis Steinfurt“ – mit diesem Thema befasst sich ein jüngst erschienenes Heft, das vom Kreisheimatbund Steinfurt herausgegeben wurde. Aus den dort behandelten Beispielen geht hervor, dass viele Befestigungen der Vergangenheit uns heute gar nicht mehr bekannt sind und es viel mehr Burgen gegeben haben dürfte, als wir bisher wissen.

Der Friedensvertrag aus dem Jahr 1323 mit der Verpflichtung, dass der Bischof von Münster Rheine (Rene) und Dor[n]reb[er]g (rote Markierung) „brechen“ solle. Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Mscr. II, Nr. 87, S. 13.

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Kanal mit königlichem Wappen – Der alte „Ems-Canal“ von 1820

Lingener Geschichte im Bild (56)

Das Wappen des Königreichs Hannover an der Schleuse in Hanekenfähr

Um die Verkehrsinfrastruktur zu Zeiten des Königreichs Hannover geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Denn neben dem Bau fester Straßen lag ein besonderes Augenmerk der Hannoverischen Verkehrsplanung auf der Schiffbarmachung der Ems. Dies war aber zwischen Hanekenfähr und Meppen nur durch den Bau eines Kanals möglich.

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Was ist ein Schulte / Schulze?

Unser Blog und unser Instagram-Account hat viele Leserinnen und Leser. Das freut uns natürlich sehr. Daher beantworten wir hier auch gern Fragen zur regionalen Geschichte:

Anlässlich eines früheren Beitrags auf unserem Blog fragt eine interessierte Leserin, was es denn eigentlich mit einem Schultenhof und den zugehörigen Schulten auf sich habe. An dieser Stelle geben wir gern eine Antwort:

KI-generiertes Schaubild.

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Eine besondere Stadtgründung: Papenburg

Auf das hohe Alter ihres Wohnortes sind viele Menschen stolz. Das zeigt sich immer wieder bei der Feier von Ortsjubiläen oder anhand von Neckereien zwischen Nachbarorten, wer denn früher in der historischen Überlieferung erwähnt wird. Die Ursprünge der alten Orte liegen allerdings zumeist im Dunkel der Geschichte – und Alter allein ist noch keine Leistung…

Konkreter nachvollziehen lassen sich hingegen jüngere Ortsgründungen. Sie zeigen nicht nur WANN, sondern auch WIE eine Siedlung entstand – und welche Leistungen Menschen erbringen mussten, um sie dauerhaft zu etablieren.

Ortsplan von Papenburg 1824. Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Karten A (Allgemein), Nr. 9055.

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Wiener Kongress brachte 1815 neue Staatsgrenze im Emsland

Lingener Geschichte im Bild (54)

Grenzstein von 1827 zwischen den Königreichen Hannover und Preußen bei Spelle

Um eine neue Staatsgrenze im Emsland nach dem Wiener Kongress von 1815 geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Die neue preußischen Provinz Westfalen und das neue gebildeten Königreich Hannover trennte bald eine gut markierte und streng bewacht Staats- und Zollgrenze.

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Wer war Agaređ?

Zur Bedeutung und Entstehung des Raumnamens Agradingon zwischen Ems und Hase

Namen sind wichtige Geschichtsquellen. Sie enthalten nämlich sprachliche Nachrichten aus der Zeit ihrer Entstehung. Je älter ein Name ist, desto weiter führt er uns also zurück. Die sprachliche Information, die in einem Namen enthalten ist, zeigt uns aber, was für die Menschen, die ihn geprägt haben, zum Entstehungszeitpunkt wichtig war.

Die erste Erwähnung der Landschaft Agradingon in der Form „Agredingo“ in einer Urkunde aus dem Jahr 834, deren Text nur noch in einer Abschrift des 10. Jahrhunderts überliefert ist. Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Mscr. VII, Nr. 5201.

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Vom Preußenadler zum Niedersachsenross

Lingener Geschichte im Bild (53)

1815 kamen Lingen und das Emsland an das Königreich Hannover

Warum Lingen heute nicht mehr zu Westfalen, sondern zu Niedersachsen gehört, erzählt die aktuelle Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Beschlossen wurde dies 1815 auf dem Wiener Kongress und die Folgen sind über 200 Jahre später noch wirksam.

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