Wenn es draußen kalt wurde und der Winter vor der Tür stand, rückte auf dem Bauernhof ein wichtiger Termin näher: das Schlachten. Meist um Martini herum (11. November), manchmal auch im Februar, war es ein zentraler Bestandteil der bäuerlichen Selbstversorgung. Ein Schwein – oder sogar mehrere – zu schlachten bedeutete Arbeit, Anstrengung und Verantwortung. Gleichzeitig vermittelte es aber auch ein beruhigendes Gefühl: Nun war für den Winter und das kommende Jahr vorgesorgt. Und weil man an diesen Tagen etwas üppiger aß als sonst und auch die Nachbarn Anteil nahmen, wurde das Schlachten vielerorts als eine Art Fest empfunden.











