Pferdezucht in der Grafschaft Lingen Mitte des 18. Jahrhunderts
Von Sebastian Schröder
Mit besonderem Interesse verfolgte der preußische Staat im 18. Jahrhundert die Pferdezucht. Hintergrund war, dass das Militär immer geeignete Equiden suchte. Es bedurfte freilich einiger Aufklärungsarbeit, die ländliche Bevölkerung vom Nutzen gekörter Hengste zu überzeugen. Nicht überall waren die Landwirte sofort begeistert, als sie von den preußischen Vorgaben zur Zucht erfuhren. Trotzdem züchteten die Bauern selbst in Gebieten, wo es eigentlich zur Pferdezucht an geeigneten Wiesen und Weiden mangelte, teilweise die edlen Huftiere. Denn sie hatten erfahren, „daß sie vor ein schönes Füllen eben so viel Geld, als vor ein altes schlechtes Pferd bekommen könten“. Und wie sah es damals in der Grafschaft Lingen aus?









