Wie 1925 das Licht anging

100 Jahre Stromverbindung ins Emsland

In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: Vor 100 Jahren, im Jahr 1925, wurde die erste überregionale Stromleitung ins Emsland gebaut. Ein Ereignis, das den Alltag der Region für immer veränderte – und das wir heute, im Zeitalter von Smart Homes und LED-Lampen, kaum noch zu würdigen wissen.

Antrieb des Dreschkastens mit Elektromotor.

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Francois Renard – ein französischer Priester als Flüchtling im Emsland

Lingener Geschichte im Bild (49)

Selbstporträt des Abbé Renard in einem handgeschriebenen Gebetbuch

Um den französischen Priester Francois Renard geht es in dem heutigen Beitrag der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Zwischen Revolution und Reform fand Renard in Deutschland eine neue Heimat. An der Lateinschule in Lingen brachte er nicht nur Sprachwissen, sondern auch künstlerische Werke mit. Trotz konfessioneller Unterschiede erlangte er Ansehen, und seine Schöpfungen hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Zeichnung des Abbé Renard in einem handgeschriebenen Gebetbuch

Nach der französischen Revolution verweigerten viele Geistliche den Eid auf die neue Verfassung und galten damit, wie der gesamte Adel, als Feinde der Republik. Sie mussten in Frankreich um ihr Leben fürchten. Tausende Adelige und Geistliche flüchteten in die Nachbarländer. Die vordringenden Revolutionstruppen zwangen sie bald zur weiteren Flucht und viele fanden schließlich Aufnahme in Deutschland.

Einer von ihnen war der Abbe Francois Renard (= Fuchs). Dieser aus der Gegend von Amiens stammende Geistliche hatte in Frankreich als Hofkaplan beim Herzog von Havré, Prinz von Croy, gedient. Nach seiner Flucht fand er 1794 Aufnahme als Erzieher bei der Familie von Langen auf Gut Spyk in Bramsche bei Lingen.

Im September 1798 erhielt Renard, obwohl er katholischer Priester war, eine Anstellung als französischer Sprachlehrer an der reformierten Lateinschule in Lingen. Neben seinen Sprachkenntnissen waren dort seine schöne Handschrift und seine Zeichenkünste geschätzt. Die preußische Regierung hatte zuvor Erkundigungen über Renard eingeholt und festgestellt, dass der katholische Geistliche aus Frankreich keine politische und religiöse Gefahr für die Schüler darstellte.

Während der Zeit der französischen Besatzung in Lingen (1809 bis 1813) gingen die Zahl der Schüler an der Lateinschule stark zurück und zeitweise ruhte der Lehrbetrieb ganz. Damals fand Renard Aufnahme beim Baron von Müller auf Schloss Herzford, obwohl der Baron selber zur Reformierten Kirche gehörte. Das Gut Herzford hatte aber die Verpflichtung, einen Geistlichen für die Kirche in Elbergen zu unterhalten und dafür stellte von Müller 1810 den „Professor Abbé Renard“ als Hausgeistlichen an. Da der Baron unter den Franzosen auch das Amt des Bürgermeisters für den neuen Verwaltungsbezirk Emsbüren ausübte, konnte der Geistliche außerdem die Schreib- und Übersetzungsdienste erledigen.

Nach dem Abzug der Franzosen kehrte Renard 1814 in seine alte Stellung als Sprachlehrer in Lingen zurück und vertrat dort zeitweise sogar vakante Professure an der „Hohen Schule“. Als diese 1817 von der neuen Hannoverischen Regierung in ein Gymnasium umgewandelt wurde, zählte Renard zu den wenigen Lehrern, die für die neue Schule übernommen wurden.

Später kehrte Renard in seine Heimat zurück, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Als aber 1836 die neu erbaute Bonifatius-Kirche in Lingen eingeweiht wurde, konnte man unter den Ehrengästen auch den „ehemaligen Sprachlehrer am Gymnasium, den Abbé Renard, jetzt in Frankreich“ begrüßen.

Signatur des Abbé Renard als Fuchs

Unter den zahlreichen französischen Emigranten war der Abbe Francois Renard wohl der einzige katholische Geistliche, der ausgerechnet an einer reformierten Schule in Preußen als Lehrer Aufnahme fand. Er verfasste handschriftliche Gebet- und Gesangbücher mit hübschen Illustrationen, die in manchen Kirchenarchiven bis heute erhalten sind. Auf die Titelblätter zeichnete Renard häufig einen kleinen Fuchs, denn der französische Name Renard bedeutet auf Deutsch nichts anderes als Fuchs.

Ein „großjähriges Kind“ wechselt seinen Vormund

Vor 70 Jahren wird Lingen wieder selbstständige Stadt

Einladung zur Festsitzung des Rates der Stadt Lingen. Foto: Emslandmuseum Lingen.

Unter der ebenso augenzwinkernden wie treffenden Überschrift „Ein ‚großjähriges Kind‘ wechselt seinen Vormund“ berichtete der Lingener Volksbote im Jahr 1955 über einen historischen Schritt: die erneute Verleihung der Rechtsstellung Lingens als selbstständige Stadt. Der Weg dahin begann jedoch bereits im 19. Jahrhundert: Auf Grundlage der hannoverschen Städteordnung von 1858, die den Städten eine stärkere Selbstverwaltung ermöglichte, sowie der Kreisordnung für die Provinz Hannover von 1884, die die Aufgabenverteilung zwischen Gemeinden und Kreisen regelte, war Lingen wegen seiner wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung als selbstständige Stadt anerkannt worden. Damals wie heute bedeutete diese besondere Stellung, dass die Stadt sowohl kommunale Aufgaben als auch bestimmte Kreisaufgaben übernimmt. Doch 1933 wurde diese Eigenständigkeit abrupt beendet: Durch die nationalsozialistische Gleichschaltung der Kommunen, insbesondere das Gemeindeverfassungsgesetz, verloren viele Städte ihre Selbstständigkeit – so auch Lingen.

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Revolution in Frankreich – neuer König in Lingen

Lingener Geschichte im Bild (48)

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen

Um die Folgen der Französischen Revolution von 1789 geht es in dem heutigen Beitrag der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Denn die Ausrufung der Republik sowie die Hinrichtung des Königs und seiner Familie in Frankreich setzten eine Kette von Kriegen und Umbrüchen in Europa in Gang, die bald auch in Lingen zu spüren waren.

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Niederdeutsch lâte

Zur Geschichte des Wortes

„Wu late is’t?“ oder „Wu late is dat?“, fragt man im Emsland, wenn man sich nach der
Uhrzeit erkundigt. Kommt jemand zu spät, „is he to late kuomen“. Doch woher stammt dieses merkwürdig anmutende niederdeutsche Wort late eigentlich? Und was hat es mit dem heutigen hochdeutschen lässig ‚ungezwungen, formlos‘ zu tun?

Klassizistische Standuhr im Emslandmuseum Lingen.

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Chronik 1787: „365 Pfannekuchen jährlich“

Lingener Geschichte im Bild (47)

Ansicht der Stadt Lingen im späten 18. Jahrhundert

Um eine Beschreibung Lingens aus dem Jahr 1787 geht es heute in der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Verfasst hat sie der preußische Regierungsbeamte Johann Christoph Gabel und das Original liegt in der historischen Bibliothek des Gymnasiums Georgianum.

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Wie das Lingener Land entstand…

Es gibt den Wasserverband Lingener Land, den Heimatverein Lingener Land, zu dem als Dachverband 24 Mitgliedsvereine gehören, oder den Lions Club Lingener Land. Doch was ist das Lingener Land eigentlich und wie ist es entstanden?

1489 wird Lengerich auf der Wallage noch als Bestandteil der Grafschaft Tecklenburg bezeichnet. Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland, AA 0544 / Werden, Urkunden AA 0544, Nr. 967.

Die heutige Ausdehung des Lingener Landes geht auf den Altkreis Lingen zurück, der 1977 mit der Zusammenlegung von Lingen, Meppen und Aschendorf-Hümmling zum Landkreis Emsland von der politisch-administrativen Bildfläche verschwand. 1885 wurde der Landkreis Lingen eingerichtet. Er bestand aus dem 1815 gebildeten hannoverschen Ämtern Lingen und Freren sowie der Stadt Lingen. Schauen wir in die Zeit vor dem Wiener Kongress (1815) und der napoleonischen Zeit (1806-1815) finden wir auf dem Gebiet die sogenannte Niedergrafschaft Lingen. Ihre Entstehungsgeschichte reicht bis in das Mittelalter zurück:

Nachdem in Lingen vermutlich im 12. Jahrhundert eine Burg errichtet worden war, die erstmals 1320 in Erscheinung tritt, wurde der Ort zum Zentrum eines tecklenburgischen Amtes. Noch 1489 wird etwa Lengerich auf der Wallage als zur Grafschaft Tecklenburg gehörig bezeichnet. Die Entwicklung Lingens zu einem eigenen Territorialkomplex vollzieht sich vor allem dadurch, dass das Amt Lingen immer wieder zur Abfindung und Versorgung von gräflich-tecklenburgischen Familienmitgliedern genutzt und daher aus dem übrigen Herrschaftskomplex ausgegliedert wurde. Am 29. August 1402 verspricht Graf Claus von Tekeneborch seiner Gemahlin Elisabeth, Tochter des Grafen Friedrich zu Moers, als Witwengut sein Haus, Schloss und Burg Lingen nebst der Stadt Lingen und was vom Amt Lingen dazugehört. 1426 ist von Lingen auch als lebenslanger Leibzucht von nicht regierenden Grafensöhnen die Rede.

Zu einer besonderen Herrschaftsteilung kam es 1493. Damals trennten Otto und Nikolaus, die Söhne des Grafen Nikolaus III. von Tecklenburg, die Herrschaft Lingen erneut als Altersversorgung für ihren Vater von der Grafschaft Tecklenburg ab. Damals ist aus dem Amt also eine eigene Herrschaft geworden. Nach des Vaters Tod sollte der Komplex wieder mit Tecklenburg vereinigt werden. Das geschah schon kurze Zeit darauf, sodass die beiden Brüder die Einkünfte und Nutzungsrechte unter sich aufteilten. Nikolaus IV. erhielt 1498 die Herrschaft Lingen und vermutlich zudem vier tecklenburgische Kirchspiele: Ibbenbüren, Recke, Mettingen und Brochterbeck. Damals werden diese Orte erstmals mit Lingen in einen verwaltungsmäßigen Zusammenhang gebracht, die später die Obergrafschaft Lingen bilden. Allerdings findet bei dieser Teilung Tecklenburger Besitzungen ein neuer Vorgang statt, der die zuvor immer wieder rückgängig machbare Aufteilung verfestigte. Nikolaus IV. von Tecklenburg stellte 1513 nämlich sich, sein Schloss und Stadt und Amt Lingen wegen der ihm von seinem Bruder Otto widerfahrenen Bedrückungen unter den Schutz Herzog Johanns von Jülich-Berg, Grafen von Ravensberg.

1515 hatte jedoch Graf Otto von Tecklenburg wieder die Landeshoheit über die oben genannten vier Kirchspiele inne. Ein genauer Zeitpunkt des Anschlusses dieser Ortschaften und ihre Zugehörigkeit zur Herrschaft Lingen in diesen Jahren lässt sich nicht festlegen. Unumstritten ist aber, dass damals nur eine Teilung der Nutzungsrechte und Einkünfte stattgefunden hatte. Es handelte sich somit um keine sogenannte „Totteilung“, also eine Trennung der Grafschaft Tecklenburg und der Herrschaft Lingen. 1518 wurde die Herrschaft Lingen vom Bischof von Münster besetzt und Nikolaus IV. musste fliehen. Auf der Suche nach Unterstützung gegen diesen münsterischen Übergriff übergab er 1526 die Herrschaft Lingen als Lehen an den Herzog Karl von Geldern. Allerdings ist es zweifelhaft, ob der Graf hierzu überhaupt berechtigt war, denn im Vertrag mit seinem Bruder waren ja nur die Einkünfte und die Nutzungsrechte geteilt worden und nicht die Grafschaft Tecklenburg an sich. Kurzfristig war diese Maßnahme des Grafen erfolgreich, denn der Bischof von Münster wich einer Machtprobe mit dem Herzog von Geldern aus, der nicht der kaiserlichen Weisung unterstand.

Unter dem Grafen Konrad, dem Sohn Ottos und dem Neffen Nikolaus‘, wurden Tecklenburg und die Herrschaft Lingen wieder in einer Hand vereinigt, denn Nikolaus verstarb 1541 erbenlos. Konrad schloss sich im Zuge seiner reformatorischen Bemühungen für sein Territorium dem Schmalkaldischen Bund an, was ihn in Opposition zu Kaiser Karl V. brachte, der gleichfalls König von Spanien und Herzog von Burgund war. Als Erbe des Herzogs von Geldern konnte er seit der Lehnsvergabe von 1526 zudem Ansprüche auf die Herrschaft Lingen mit den vier ehemals tecklenburgischen Orten anmelden. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung wurde Graf Konrad am 18. Oktober 1546 der Acht unterworfen. Er verlor dadurch zunächst jegliche seiner Güter und Herrschaftsansprüche. 1547 belehnte Karl V. den Grafen Maximilian von Büren mit der Herrschaft Lingen einschließlich der vier Kirchspiele. 1551 kaufte der Kaiser sie aber für 120.000 Gulden dessen Tochter wieder ab, nachdem deren Vater verstorben war.

Das „Amt“ Lingen auf der Karte: „Beschrivinge des Snaedts tusschen den Sticht von Münster unn Ampt van Lingen“, Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Osnabrück, K 33 Nr. 1 H.

Auch nach Beendigung der Friedensverhandlungen am 5. März 1548 erhielt Graf Konrad nur die Herrschaftsgebiete seines Vaters, Tecklenburg und Rheda, zurück. Die Herrschaft Lingen und die vier Kirchspiele waren verloren. Im Vertrag wird auf Verhältnisse im Jahr 1508 Bezug genommen, was zeigt, dass die Anfänge der Abtrennung in dieser Zeit liegen. Von diesem Zeitpunkt an war die Grafschaft Lingen ein von der Grafschaft Tecklenburg endgültig getrenntes Territorium. Mit der Verwaltung des nunmehr Grafschaft Lingen genannten Gebietes betraute Karl V. die Statthalterin der Niederlande, seine Schwester Maria. Das Areal bildete aber keine räumliche Einheit, sondern es wurde durch das weiterhin zu Tecklenburg gehörende Kirchspiel Schale in zwei Teile, in die Ober- und Niedergrafschaft Lingen, getrennt.

Die Anfänge des Entstehungsprozesses der Ober- und Niedergrafschaft Lingen liegt also in den Teilungsvorgängen der Wendezeit vom 15. zum 16. Jahrhunderts. Wichtige historische Marke ist das Jahr 1526, in dem ein neuer Lehnsverbund aus der Herrschaft Lingen und den vier tecklenburgischen Kirchspielen gebildet wurde, der nun nicht mehr nur innerfamiliär und innerterritorial bestand, sondern jetzt auch überregional rechtliche Relevanz erhielt.

Sprachlich war diese Entwicklung und Zuordnung aber noch lange nicht fest, wie zwei Urkunden aus den 1540er Jahren zeigen: Vor Matthäus Kelner genannt Slunckrave, Richter des Bischofs Franz von Münster in Telgte, erklärt Heinrich Knyllinck 1541, in der Herrschaft Tecklenburg im Kirchspiel Ibbenbüren geboren, dass er sich von Jürgen Harde, der ihn von Cord Graf von Tecklenburg eingetauscht hatte, freigekauft habe. Nunmehr begibt er sich in die Eigenbehörigkeit des Walter von Letmathe. Zur Sicherheit übergibt Knyllinck dem Wolter von Letmathe seinen Freibrief. Dieser übergibt ihm sodann auf ein Leben den im Dorf Westbevern gelegenen Kotten Lütke Potthoff. Und Graf Konrad von Tecklenburg setzt 1547 zum Unterpfand Schulte to Krude und Engel to Krude im Kirchspiel Ibbenbüren in der Grafschaft Tecklenburg und Oelrichs Erbe im Kirchspiel Brochterbeck. 1560 ist dann von der Beeinträchtigung der Rechte der Markengenossen des Kirchspiels Saerbeck durch Eingesessene des Lingenschen Kirchspiels Brochterbeck die Rede.

„Der König ist tot – lang lebe der König“

Lingener Geschichte im Bild (46)

König Friedrich Wilhelm II. von Preußen

Nach dem Tod Friedrich des Zweiten 1786 hieß es auch in Lingen: „Der König ist tot – lang lebe der König“. Nun übernahm sein Neffe Friedrich Wilhelm II. die Regentschaft im Königreich Preußen und wurde damit auch Landesherr der Grafschaft Lingen. Darüber berichtet die heutige Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier.

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Zwischen Emsland und Ostsee

Migration und kaufmännische Netzwerke aus Lingen in der Frühzeit Stralsunds

Die Herkunftsorte Stralsunder Bürger aus dem Weser-Ems-Raum im 13. und 14. Jahrhundert.

Lingen liegt im südlichen Emsland, einer Region, die früher dünn besiedelt war und vor allem von Landwirtschaft und weiten Moorlandschaften geprägt wurde. Auf den ersten Blick wirkt das Emsland wie ein abgelegenes Randgebiet. Tatsächlich aber verliefen durch diese Gegend wichtige Handelswege, die verschiedene Wirtschaftszentren Europas miteinander verbanden.

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Wehrpflicht und Deserteure

Lingener Geschichte im Bild (45)

Deserteure wurden im preußischen Militär hart bestraft

In der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum geht es um ein historisches Thema, das derzeit wieder höchst aktuell ist: die Wehrpflicht und die Möglichkeiten, sich dem Kriegsdienst zu entziehen. Lingen gehörte im 18. Jahrhundert zum Königreich Preußen und dort galt die allgemeine Wehrpflicht.

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