Archiv der Kategorie: Museum

Aufbruch ins Ungewisse

Die Binnenkolonisation in der Grafschaft Lingen

Basse partie de l’evesché de Munster et le comté de Benthem. Übersichtskarte 1673

Die Grafschaft Lingen war im 18. Jahrhundert ein landwirtschaftliches unterentwickeltes Gebiet: „Sehr mittelmäßiger Boden, viel dürre Sandstriche und große Moore“, so charakterisierte der Verwaltungsbeamte Justus Gruner um 1800 die Region. Wohlstand, meinte er, rühre hier „lediglich von der Industrie der Bewohner“ her, nicht von der Natur. Gerade in dieser Mischung aus Armut und harter Arbeit setzte die preußische Krone damals an, um die Grafschaft durch Binnenkolonisation zu stärken.

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Lingen 1720 – eine Statistik

Lingener Geschichte im Bild (39)

Schlachter waren wichtig für die Vorsorgung der Stadt

Ging es in der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum bislang häufig um Herrscher und Potentaten, so stehen in der aktuellen Folge die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lingen im Mittelpunkt, die 1720 in einer Einwohner- und Berufsstatistik vollständig erfasst wurden.

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„Soldatenkönig“ zeigte sich tolerant

Lingener Geschichte im Bild (38)

König Friedrich Wilhelm I. von Preußen

Wie der preußische „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. das Verbot der katholischen Gottesdienste beendete und damit die kirchlichen Verhältnisse in seiner Grafschaft Lingen befriedete, darüber berichtet die 38. Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum.

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1702 wird Lingen preußisch

Lingener Geschichte im Bild (37)

1702 kam die Grafschaft Lingen an das Königreich Preußen

Um das Ende der Oranischen Herrschaft und den Beginn der Preußischen Zeit in Lingen geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Denn im Frühjahr 1702 stürzte Wilhelm III. von Oranien bei der Jagd vom Pferd und starb wenige Tage darauf an den Folgen dieses Unfalls. Er war kinderlos und bald begannen die Streitigkeiten um seine Nachfolge und sein Erbe.

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Die „Holländische Post“ in Lingen

Lingener Geschichte im Bild (36)

Nachbildung der ‚Amsterdamer Post‘ bei der Heimatschau 1935

Heute geht es in der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum einmal um ein ganz spezielles Thema, nämlich die Postgeschichte. Die Post war in früheren Jahrhunderten ganz anders organisiert als heute. Viele private Postlinien ergänzten die Kaiserliche Thurn- und Taxis-Post und das kaiserliche Postprivileg wurde längst nicht überall anerkannt.

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Die Lingener „Hohe Schule“

Lingener Geschichte im Bild (35)

Die ‚Hohe Schule‘ 1697 – heute Professorenhaus (hinten) und Kunstschule (rechts)

Um Bildungsgeschichte und Hochschulpolitik geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier, denn auch in früheren Zeiten war die Stadt Lingen schon einmal Sitz einer Hochschule. Daran erinnern Namen wie der Universitätsplatz oder das Professorenhaus. Doch was steckt dahinter?

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Auf der Suche nach Niedersachsen

Zur Geschichte des Namens des Bundeslandes

In einem früheren Beitrag auf diesem Blog wurde die etwas ketzerische Frage gestellt, ob die Emsländer „westfälische Niedersachsen“ oder „niedersächsische Westfalen“ seien. Grundlage dieses Ansatzes ist die Erkenntnis, dass mit dem Namen Westfalen, der heute einen genau umrissenen Teil des Landes Nordrhein-Westfalen benennt, vor 1800 noch eine weitaus größere Region gemeint war, die zwar keine genaue Abgrenzung besaß, aber doch das Emsland und das Osnabrücker Land einschloss.

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Die Reformierte Kirche in Lingen

Lingener Geschichte im Bild (34)

Die reformierte Kirche auf einem Holzschnitt von Alf Depser (um 1950)

Um ein heikles Kapitel geht es in der heutigen Folge der Serie von EL-Kurier und Emslandmuseum zu Lingener Geschichte: die Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und Protestanten  um die Kirchengebäude in der Zeit der Oranier.

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Ein Lingener Erzpriester wird Erzbischof

Lingen Geschichte im Bild (33)

Der Lingener Erzpriester Gerhard Potkamp (1643-1705)

In der heutigen Folge der Serie „Lingener Geschichte im Bild“ von EL-Kurier und Emslandmuseum geht es noch einmal um die Lage der Katholischen Kirchen unter der Herrschaft der Oranier in Lingen. Der führende Vertreter der katholischen Kirche in jener Zeit war zweifellos Gerhard Potkamp, der Erzpriester der Grafschaft Lingen.

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