Brandschutz in der Grafschaft Lingen zur Mitte des 18. Jahrhunderts
Von Sebastian Schröder
Im Herbst 1749 reiste der preußische Beamte Ernst Albrecht Friedrich Culemann (1711–1756) in die Grafschaft Lingen. Culemann war seinerzeit tätig bei der Kriegs- und Domänenkammer in Minden, der Landesbehörde für vier der preußischen Territorien in Westfalen. Der Sprengel der Kammer umfasste das Fürstentum Minden sowie die Grafschaften Ravensberg, Tecklenburg und Lingen. Zwar lag der Fokus bei der Reise von Culemann eindeutig darauf, die Bewirtschaftung der landesherrlichen Eigenbesitzungen zu kontrollieren, die Erhebung von Zöllen oder Abgaben zu begutachten sowie die Tätigkeit der Amtleute zu bewerten. Gleichwohl kam er natürlich immer wieder in Kontakt mit der Bevölkerung in Stadt und Land. Auf diese Weise erfuhr er, wie die Menschen lebten und was sie bewegte – und manche seiner Beobachtungen notierte der Beamte anschließend in seinem Bereisungsprotokoll. Besonders bewegten ihn die getroffenen Maßnahmen des preußischen Landesherrn zur Verhütung von Bränden.

Offene Feuerstellen und das Pfeiferauchen waren früher öfter Auslöser von Bränden.
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