Archiv des Autors: Emslandmuseum Lingen

„Soldatenkönig“ zeigte sich tolerant

Lingener Geschichte im Bild (38)

König Friedrich Wilhelm I. von Preußen

Wie der preußische „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. das Verbot der katholischen Gottesdienste beendete und damit die kirchlichen Verhältnisse in seiner Grafschaft Lingen befriedete, darüber berichtet die 38. Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum.

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Auf der Suche nach dem Emsland

Vor 725 Jahren taucht der Begriff „Emsland“ erstmals auf

2025 ist ein ausgesprochenes Jubeljahr. Nicht nur das Jubiläum „75 Jahre Emslandplan“ kann ausgiebig zelebriert werden. Nein, auch der Name „Emsland“ feiert Geburtstag – und zwar den 725. Vom 17. September 1300 datiert nämlich eine Urkunde, in der der münsterische Drost (Verwalter) Everhard Svenke der Stadt Osnabrück mitteilt, dass er allen ihren Bürgern im Auftrag seines Herrn, des Fürstbischofs von Münster, zum bevorstehenden Markt in Meppen freies Geleit gewährt. Svenke wird in diesem Geleitbrief als „dapifer totius Emeslandie“ betitelt, also als Drost des ganzen Emslandes. Das ist die früheste Nennung der Gebietsbezeichnung Emsland.

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1702 wird Lingen preußisch

Lingener Geschichte im Bild (37)

1702 kam die Grafschaft Lingen an das Königreich Preußen

Um das Ende der Oranischen Herrschaft und den Beginn der Preußischen Zeit in Lingen geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum. Denn im Frühjahr 1702 stürzte Wilhelm III. von Oranien bei der Jagd vom Pferd und starb wenige Tage darauf an den Folgen dieses Unfalls. Er war kinderlos und bald begannen die Streitigkeiten um seine Nachfolge und sein Erbe.

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Vom „Sod“ zur „Pütte“

Die spannende Geschichte eines plattdeutschen Brunnenwortes

Wer im Emsland oder Münsterland unterwegs ist, hört bis heute den mundartlichen Ausdruck „Pütt“ oder „Pütte“, wenn von einem Brunnen die Rede ist. Doch woher kommt dieses Wort eigentlich – und was steckt sprachgeschichtlich dahinter? Sprecher des Plattdeutschen wissen: Mit „Pütt“ oder „Pütte“ meint man Brunnen oder Quelle. Im Hochdeutschen liegt die Übersetzung „Pfütze“ zwar nahe, trifft die plattdeutsche Bedeutung aber nicht ganz. Sprachwissenschaftlich sind die Wörter dennoch verwandt, denn im Germanischen lautete der Ursprung *puti. Durch die althochdeutsche Lautverschiebung wurde daraus hochdeutsch „Pfütze“ (p → pf, tt → tz). Im Mittelniederdeutschen, das zwischen 1200 und 1650 gesprochen wurde, konnte „Pütt(e)“ zusätzlich eine wassergefüllte Grube bezeichnen.

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Die „Holländische Post“ in Lingen

Lingener Geschichte im Bild (36)

Nachbildung der ‚Amsterdamer Post‘ bei der Heimatschau 1935

Heute geht es in der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum einmal um ein ganz spezielles Thema, nämlich die Postgeschichte. Die Post war in früheren Jahrhunderten ganz anders organisiert als heute. Viele private Postlinien ergänzten die Kaiserliche Thurn- und Taxis-Post und das kaiserliche Postprivileg wurde längst nicht überall anerkannt.

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Sumpfbäche?

Woher kommen die Namen Nord- Mittel- und Südradde?

Wer im Emsland unterwegs ist, stößt früher oder später auf den Namen Radde. Gemeint ist damit allerdings nicht nur ein Fluss, sondern gleich drei Gewässer: Nordradde, Mittelradde und Südradde. Sie alle entspringen am Rand der hügeligen Geestlandschaft des Hümmlings oder in den angrenzenden Mooren und verlaufen in überwiegend südwestlicher Richtung, bis sie in Ems oder Hase münden.

Die Südradde als „Radde Fl.[uvius]“ auf einer Karte aus dem Jahr 1725. Quelle: Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Kartensammlung, A Nr. 02951.

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Die Lingener „Hohe Schule“

Lingener Geschichte im Bild (35)

Die ‚Hohe Schule‘ 1697 – heute Professorenhaus (hinten) und Kunstschule (rechts)

Um Bildungsgeschichte und Hochschulpolitik geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier, denn auch in früheren Zeiten war die Stadt Lingen schon einmal Sitz einer Hochschule. Daran erinnern Namen wie der Universitätsplatz oder das Professorenhaus. Doch was steckt dahinter?

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Auf der Suche nach Niedersachsen

Zur Geschichte des Namens des Bundeslandes

In einem früheren Beitrag auf diesem Blog wurde die etwas ketzerische Frage gestellt, ob die Emsländer „westfälische Niedersachsen“ oder „niedersächsische Westfalen“ seien. Grundlage dieses Ansatzes ist die Erkenntnis, dass mit dem Namen Westfalen, der heute einen genau umrissenen Teil des Landes Nordrhein-Westfalen benennt, vor 1800 noch eine weitaus größere Region gemeint war, die zwar keine genaue Abgrenzung besaß, aber doch das Emsland und das Osnabrücker Land einschloss.

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Die Reformierte Kirche in Lingen

Lingener Geschichte im Bild (34)

Die reformierte Kirche auf einem Holzschnitt von Alf Depser (um 1950)

Um ein heikles Kapitel geht es in der heutigen Folge der Serie von EL-Kurier und Emslandmuseum zu Lingener Geschichte: die Auseinandersetzungen zwischen den Katholiken und Protestanten  um die Kirchengebäude in der Zeit der Oranier.

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Die Emsländer

Niedersächsische Westfalen oder westfälische Niedersachsen?

Westfalen feiert in diesem Jahr ein wichtiges Jubiläum. Vor 1250 Jahren wird der Name erstmals erwähnt. Doch warum soll dieses Gedenkjahr Thema des Emslandmuseum-Blogs sein? Was hat das Emsland mit Westfalen zu tun? Können etwa auch die Emsländerinnen und Emsländer dieses Jubiläum mitfeiern? Das kann nicht sein! – Oder vielleicht doch? Jedes Kind weiß schließlich, dass der Landkreis Emsland zu Niedersachsen gehört. Und vor der Gründung dieses Bundeslandes war es Teil der preußischen Provinz Hannover (1866–1946) bzw. des Königreiches Hannover (1814–1866).

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