Archiv der Kategorie: Museum

Nur ein paar Zahlen…

Unsere Besucherstatistik 2019

Unsere am weitesten angereisten Besucher 2019: Familie Rakers aus Illinois/USA und Dänemark

Nach den Vorgaben des Institutes für Museumskunde in Berlin hat unser Museumsmitarbeiter Andreas Lis die Besucherstatistik 2019 erstellt. Es war in jeder Hinsicht ein Rekordjahr, das sich

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Ostern in Corona-Zeiten

Emslandmuseum bleibt auch über die Feiertage geschlossen

Die Darstellung des Osterwunders auf einer Fliesenwand in einem alten Bauernhaus bei Haselünne

Wegen der Corona-Krise bleibt das Emslandmuseum in diesem Jahr über die Ostertage geschlossen. Die Museumsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben – wie Sie hoffentlich auch – in diesem Jahr Ostern zu Hause.

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Spirituelle Mitte im Klinikbetrieb

Karfreitagsgedanken zur Kapelle im St. Bonifatiushospital

Die Kapelle im St. Bonifatiushospital

In diesen Tagen richten sich viele Blicke auf das St. Bonifatius-Hospital. Mit Dankbarkeit bewundern viele den Einsatz des dortigen Personals auch in Krisenzeiten, wenn das Krankenhaus zum Ort der Hoffnung wird. Ein besonderer Raum im Bonitius-Hospital ist die dortige Krankenhauskapelle, die den Mittelpunkt der Krankenhausseelsorge bildet. In den 70er Jahren wurde das Gebäude im Stil der Kirchen des Zweiten Vatikanischen Konzils als sogenannten „Zeltkirche“ mit schrägwinkeligem Grundriss und einer mehrfach abgewinkelten

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Das Kriegsende 1945 im Raum Lingen – 8 / 8

Der Zweite Weltkrieg brachte unvorstellbares Leid über ganz Europa. Seit 75 Jahren herrscht nun Frieden. Aber Frieden kommt nicht von alleine. Er muss immer wieder erneuert und verteidigt werden – gegen Nationalismus, Imperialismus, Rassismus und Gleichgültigkeit. Daran kann jeder mitarbeiten. Heute schon.

Heftiger Widerstand in der Lingener Innenstadt

Tresor der früheren Landeszentralbank hat noch nicht verspielt

Hartnäckig zeigt sich während der Bauarbeiten der Tresorraum der früheren Landeszentralbank

Noch immer kämpft sich eine Spezialfirma aus Dortmund mit ihrer Betonsäge durch die Decke und die Wände des Tresorraums der früheren Landeszentralbank. Doch allmählich lockern sich die in handliche Blöcke zerteilten Betonstücke und können demnächst abtransportiert werden.

Besondere Entdeckungen konnten im Tresorraum leider nicht mehr verzeichnet werden. Weder Reichsmark, D-Mark noch Euro – und schon gar keine Goldbarren.

Von einem früheren Mitarbeiter der Landeszentralbank erhielt das Emslandmuseum aber bereits vor längerer Zeit zahlreiche Erinnerungsstücke aus der Geschichte der Landeszentralbank, früher Reichsbank, in Lingen. Dieses werden demnächst an dieser Stelle einmal vorgestellt.

Das Kriegsende 1945 im Raum Lingen – 5 / 8

War der Erste Weltkrieg noch eine Angelegenheit des Militärs mit verlustreichen Stellungs- und Grabenkämpfen, so richteten sich die Bombenangriffe im Zweiten Welt auch unmittelbar gegen die Zivilbevölkerung des Feindes. Das bekamen bald auch Lingen und das Emsland zu spüren.

Eines der ältesten Häuser von Lingen

Schlachterstraße 34 wird restauriert

Hinter der Fassade der früheren Werkstatt Tölsner aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts steckt eines der ältesten Bürgerhäuser von Lingen

Restauriert wird seit einigen Wochen das denkmalgeschützte Haus Schlachterstraße 34. Eine Untersuchung der Bauhölzer ergab, dass diese Hauses 1549, also im Jahr nach dem großen Lingener Stadtbrand, neu errichtet wurde. Über 100 Jahres war das Haus im Besitz der Familie Tölsner, die dort zuletzt eine Werkstatt betrieb. Die jetzige Eigentümerin plant nach dem Umbau dort ein Cafè.

Von dem ursprünglichen Fachwerkhaus ist vor allem noch die originale Balkenlage aus starken, rauchgeschwärzten Eichenbalken erhalten. Rauchgeschwärzt deshalb, weil dieses Haus im 16. Jahrhundert noch ein Rauchhaus mit einem offenen Herdfeuer war. An den Balken kann man die Raumaufteilung des Hauses von 1549 noch gut nachvollziehen. Etwa an der Stelle der heutigen Haustür befand sich damals ein Torbogen, durch den man auf eine große Diele gelangte. Links davon waren kleinere Räume abgetrennt.

Schon kurz nach dem Neubau entstand auf dem Rückgrundstück ein schmaler Anbau. Er wurde aus gebrauchtem Holz erreichtet, und zwar aus einem Altbau von 1447. Ob dieser an der Stelle des heutigen Hauses gestanden hatte oder das Holz nach dem Stadtbrand von 1548 anderswo auf Abbruch erworben wurde, lässt sich nicht mehr feststellen. Die Verwendung von Altholz war besonders nach einem Stadtbrand nicht ungewöhnlich. Die Lingener Stadtrechnungen aus dieser Zeit berichten zum Beispiel über den Erwerb von Abbruchholz in Schapen, um daraus die Schule in Lingen zu errichten.

Ein großer Umbau des Hauses fand Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Familie Tölsner statt, die bis dahin in einem Nachbarhaus gewohnt hatte. Joachim Tölsner kann sich noch erinnern, dass sein Großvater immer von einem Bauernhaus gesprochen hatte Damit meinte er wohl das alte Dielentor, dessen Spuren im früheren Giebelbalken noch erkennbar sind..

Zukünftig wird das Haus Gaststuben und auf den oberen Etagen Wohnräume enthalten. Alles Baumaßnahmen wurden mit der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Lingen abgestimmt.