Eine kleine Geschichte der niederdeutschen Sprache
Kürzlich hielt unser Museumsleiter Dr. Christof Spannhoff einen gut besuchten Vortrag zur Geschichte und Entwicklung des Plattdeutschen. An dieser Stelle soll daher eine kurze Zusammenfassung gegeben werden:
Im Mittelpunkt der heutigen Folge unserer Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier steht der Baumeister Hans Lühn (1886-1932), der mit seinen Bauten das Lingener Stadtbild in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat.
Zwischen Biene und Geeste ist auf einer alten Karte aus dem Jahr 1794 nördlich des Geester Esch und nördlich des Biener Hofes Bokschulte die Bezeichnung „Landwehr“ sowie zwischen dem Biener und Geester Feld „Alte Landwehr“ eingetragen. Doch worum handelt es sich bei einer Landwehr eigentlich?
Landwehr-Eintragungen auf der Grenzkarte von 1794.
Ehrenbogen zum Stadtjubiläum 1928 an der Wilhelmshöhe
In Lingen gab es 1928 eine „600-Jahrfeier“ und heute ist die Stadt schon über 1000 Jahre alt. Wie das möglich ist und warum das vermeintliche Gründungsjahr der Stadt im Jahre 1327 heute nicht mehr gültig ist, beleuchtet die 71. Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier.
Ausgrabung erbrachte sensationelle Erkenntnisse für die Vergangenheit unserer Stadt
Von Lukas Dziubek
Bundesfreiwilligendienstler am Emslandmuseum Lingen
Eigentlich wollte ich nur mal schauen, wie der Arbeitsalltag in der Lingener Stadtarchäologie abläuft. Dass ich dann aber direkt an der Ausgrabung einer sensationellen Entdeckung beteiligt war, hätte ich mir nicht träumen lassen…
Lukas Dziubek in der Ausgrabung. Foto: Dr. Dieter Lammers/Stadt Lingen.
Über eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte der Stadt Lingen Lingen berichtet die heutige Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Denn am 1. Juni 1927 zog eine gewaltige Windhose, von den Niederlanden und durch die Grafschaft Bentheim kommend, über Schepsdorf und das Lingener Stadtzentrum hinweg in Richtung Oldenburg.
Warum emsländische Bauernsöhne ins Kloster eintraten
Welchen Lebensweg konnte ein Bauernsohn im 16. Jahrhundert einschlagen? Unsere allgemeine Vorstellung dieser fernen Zeit ist von der mittelalterlichen Ständelehre geprägt, durch die der Werdegang eines damaligen Zeitgenossen als recht festgelegt erscheint: Wer als Bauer geboren wurde, starb auch als Bauer. Doch war die historische Wirklichkeit nicht ganz so statisch wie das Bild, das wir von ihr haben. Das zeigen die Lebenswege einiger Landkinder aus dem nördlichen Münsterland und dem angrenzenden Emsland, die sich aus den Unterlagen des Kreuzherrenkloster Bentlage bei Rheine erkennen lassen:
Nordflügel des Kreuzherrenklosters Bentlage. Foto: Emslandmuseum Lingen.
1925 wurde die Bürgermeistervilla an der Wilhelmstraße fertiggestellt
Eines der schönsten Baudenkmäler in Lingen steht im Mittelpunkt der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier: Die Bürgermeistervilla an der Wilhelmstraße, die heute als Kulturvilla bekannt ist. 1923 entwarf der Lingener Architekt Hans Lühn (1886-1932), ein Sohn des Bauunternehmers Lühn, für die Stadtverwaltung das Wohn- und Dienstgebäude für den Bürgermeister, das mit seiner schlichten, aber wirkungsvollen Gestaltung bis heute beeindruckt.
An einem kalten Novembertag des Jahres 1518 ereignete sich in der Stadt Lingen ein Vorfall, der an Raffinesse und Kühnheit kaum zu überbieten ist. Am 6. November näherte sich ein Mann, der als Bote des Bischofs von Münster, Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg, ausgewiesen war, mit einem Kastenwagen dem Stadttor. Da er freies Geleit genoss und keinen Verdacht erregte, wurde ihm Einlass gewährt. Doch kaum hatte sich das Tor geöffnet, sprang bewaffnetes Fußvolk aus dem Wagen, überwältigte den Pförtner und setzte die Stadtsicherung außer Kraft. Kurz darauf erschien der münsterische Bischof selbst und weiteren gerüsteten Männern. Lingen wurde im Handstreich besetzt.
Handlungen im Streit zwischen Münster und Tecklenburg-Lingen. Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Münster (Dep.), Handschriften, Nr. 329.
Bürgermeister Gilles (Mitte) und Honoratioren der Stadt (um 1925)
Die Zeit zwischen dem Kriegsende 1918 und der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 steht im Mittelpunkt der aktuellen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Man nennt diese Jahre auch die Zeit der „Weimarer Republik“, denn die Nationalversammlung, auf der eine neue Verfassung erarbeitet wurde, tagte 1919 in Weimar.