Ab 1950 entstand in Lingen-Holthausen eine moderne Erdölraffinerie
Den Aufbau der Erdölraffinerie Lingen zu Beginn der 50-er Jahre dokumentiert die neue Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Ab 1951 entstand die damals größte Industrieanlage im Emsland auf einem früheren Wald- und Dünengelände nördlich von Lingen in der damals noch selbständigen Gemeinde Holthausen.
Es gibt Familiennamen, die sind schnell erklärt und haben auch keine spannende Geschichte zu erzählen. Wenn etwa jemand Schmidt heißt, bedeutet das, dass der namengebende Vorfahre das Handwerk des Schmiedes ausgeübt hat. Aufschlussreicher würde es, wenn man durch familiengeschichtliche Forschungen noch die Schmiede identifizieren könnte, die der Ahn einst betrieb. Das ist aber bei der Vielzahl des Namens und bei den zahlreichen Schmiedestandorten der Vergangenheit oftmals nicht möglich.
Heinrich Eckstein direkt neben Bundeskanzler Adenauer bei einer Wahlkampfkundgebung in Lingen am 15.4.1955
Um den 1950 vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Emslandplan geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Dieser Entwicklungsplan für die damals noch sehr rückständige Region an Ems und Vechte umfasste zunächst die Moorkultivierung, dann die Verbesserung der Landwirtschaft und schließlich den Wandel des Emslandes von einer rückständigen Agrarregion zu einem florierenden Wirtschaftsraum.
Warum Hunde im südlichen Emsland vor 350 Jahren einen Holzstab tragen mussten
Wer heute mit seinem Hund durchs Emsland spazieren geht, denkt an Leine, Halsband und vielleicht einen Beutel für die tierischen Hinterlassenschaften. Vor 350 Jahren hätte allerdings noch etwas gefehlt: ein langer, schwerer Holzstab, der am Halsband des Hundes befestigt wurde.
Hund mit einem vor den Hals gebundenen Knüppel, der ihn am Jagen des Wildes hindern soll. Holzschnitt von Tobias Stimmer (1539–1584).
In der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum geht es in dieser Woche weiter mit der Wirtschaftsgeschichte der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt der aktuellen Folge stehen die Lingener Textilwerke, später bekannt unter der Marke Lincron.
In Freren gibt es eine Straßenbezeichnung Am Schnappen. Wenige Meter südlich findet sich zudem ein Flurstück, das den Namen Auf dem Schnappen trägt? Doch was verbirgt sich dahinter?
Das Betriebsgelände der ‚Schachtbau‘ an der Waldstraße (um 1960)
Die Erdölindustrie ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Zweig der emsländischen Wirtschaft. Maßgeblichen Anteil daran hatte die „Deutsche Schachtbau- und Tiefbohrgesellschaft“ (DST), die viele Jahre ihren Hauptsitz in Lingen hatte. Über die Suche nach Erdöl und die Anfänge der Ölförderung in der Region berichtet die 79. Folge der Serie „Lingener Geschichte im Bild“ von Emslandmuseum und EL-Kurier.
Um die Notjahre in der Nachkriegszeit geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von Emslandmuseum und EL-Kurier. Es waren Jahre der Not und der Entbehrungen, aber sie brachten auch die Freiheit für die überlebenden Opfer des Nationalsozialismus und den Wiederaufbau der Demokratie. Viele erkannten erst jetzt den fatalen Fehler, aus Frust über die demokratischen Parteien und die Wirtschaftskrise die Macht den Rechtsradikalen zu überlassen.
Pferdezucht in der Grafschaft Lingen Mitte des 18. Jahrhunderts
Von Sebastian Schröder
Mit besonderem Interesse verfolgte der preußische Staat im 18. Jahrhundert die Pferdezucht. Hintergrund war, dass das Militär immer geeignete Equiden suchte. Es bedurfte freilich einiger Aufklärungsarbeit, die ländliche Bevölkerung vom Nutzen gekörter Hengste zu überzeugen. Nicht überall waren die Landwirte sofort begeistert, als sie von den preußischen Vorgaben zur Zucht erfuhren. Trotzdem züchteten die Bauern selbst in Gebieten, wo es eigentlich zur Pferdezucht an geeigneten Wiesen und Weiden mangelte, teilweise die edlen Huftiere. Denn sie hatten erfahren, „daß sie vor ein schönes Füllen eben so viel Geld, als vor ein altes schlechtes Pferd bekommen könten“. Und wie sah es damals in der Grafschaft Lingen aus?
Das ungestaltete Pferd, aus: Anton von Bruchausen, Anweisung zur Verbesserung des Ackerbaues und der Landwirthschaft des Münsterlandes, Münster 1790, Tafel 1.Weiterlesen →