Archiv des Autors: Emslandmuseum Lingen

„Fast so groß wie Bielefeld“ – Lingen im Jahr 1757

Lingener Geschichte ich Bild (43)

Lingen als preußischer Regierungssitz auf einem Gemälde aus dem 18. Jahrhundert im historischen Rathaus

Eine Reisebeschreibung der Stadt Lingen aus dem Jahr 1757 wird in der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum vorgestellt. Verfasst hat sie der aus Issenhorst bei Bielefeld stammende Medizinstudent Johann Konrad Lütgert (1740-1764), den eine seiner zahlreichen Reisen auch durch die preußische Stadt und die Grafschaft Lingen führte.

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Kampf um das Nordland

Vor 625 Jahren änderte sich die politische Landkarte der Region

Im Vertrag vom 25. Oktober 1400 mussten die Tecklenburger Grafen zahlreiche Besitzungen abtreten. Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Msc. VIII. Nr. 1705.

Im 14. Jahrhundert zählten die Grafen von Tecklenburg zu den bedeutenderen Territorialherren Westfalens. Ihr Kerngebiet um die Tecklenburg war zwar von den Fürstbistümern Münster und Osnabrück umschlossen, doch verfügten die Grafen im Norden und Nordosten über zahlreiche Besitzungen – darunter die Städte und Burgen Lingen, Arkenau, Cloppenburg, Friesoythe oder die Schnappenburg.

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Lingen unter dem ‚Alten Fritz‘

Lingener Geschichte im Bild (42)

Friedrich II. regierte von 1740 bis 1786 auch die Grafschaft Lingen

Heute geht es in der Geschichtsserie von EL-Kurier um eine historische Persönlichkeit, die zu Lebzeiten schon umstritten war: König Friedrich II. von Preußen, den manche anerkennend „Friedrich den Großen“ oder den „alten Fritz“ nennen. Jedenfalls war er von 1740 bis 1786 auch Landesherr der Grafschaft Lingen, die damit Anteil hatte an der Entwicklung Preußens zur Europäischen Großmacht.

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Heinrich Eckstein, der „Vater des Emslandplans“

Vortrag von Dr. Eiynck im KRONE-Museum in Spelle

Heinrich Eckstein (rechts) auf dem Baugelände der Raffinrie in Holthausen 1950

Zu einem Vortrag von Dr. Andreas Eiynck über Heinrich Eckstein, den „Vater des Emslandplans“, lädt das KRONE-Museum am Dienstag, 28. Oktober, um 19.00 Uhr alle Interessierten in die Ausstellungshalle in der Bernard-Krone-Straße 20 in Spelle ein. Dabei wird der Referent berichten, warum der damalige Bundestagsabgeordnete Heinrich Eckstein aus dem Wahlkreis Lingen-Bersenbrück eine zentrale Rolle bei der politischen Planung des 1950 beschlossenen Emslandplans spielte.

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Die Hollangänger

Lingener Geschichte im Bild (41)

Auszug der Hollandgänger nach einer Abbildung von etwa 1860

Um ein wichtiges Thema der Emsländischen Sozialgeschichte geht es in der heutigen Folge der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum: die Hollandgänger! Denn zu tausenden zogen die Landarbeiter und Bauernsöhne aus unserer Region seit dem 17. Jahrhundert in den Sommermonaten zur Saisonarbeit in die Niederlande.

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Duisenburg

Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens

Duisenburg auf der Gaußschen Landesaufnahme von 1853.

Duisenburg, nordöstlich von Lingen gelegen, ist eine alte Bauerschaft der Gemeinde Bawinkel. Doch was verbirgt sich hinter diesem Namen?
Um diese Frage zu beantworten, muss man auf die ältesten Belege zurückgreifen. In der Landesbeschreibung von 1555 wird die Bauerschaft selbst noch nicht genannt. Unter den Bewohnern des Kirchspiels Bawinkel erscheinen jedoch mehrere Personen mit dem Namen „Duisen“: ein „Duisen Berent“, ein „Duisen Hermann nu[n] Gerd“, der im sogenannten „Duisenhuis“ wohnte, sowie ein „Duisen Johann“, der auf der „Duisenborch“ lebte. Der Ortsname Duisenburg lässt sich daher in die Bestandteile Duisen– und –burg (niederdeutsch –borch) gliedern.

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Aufbruch ins Ungewisse

Die Binnenkolonisation in der Grafschaft Lingen

Basse partie de l’evesché de Munster et le comté de Benthem. Übersichtskarte 1673

Die Grafschaft Lingen war im 18. Jahrhundert ein landwirtschaftliches unterentwickeltes Gebiet: „Sehr mittelmäßiger Boden, viel dürre Sandstriche und große Moore“, so charakterisierte der Verwaltungsbeamte Justus Gruner um 1800 die Region. Wohlstand, meinte er, rühre hier „lediglich von der Industrie der Bewohner“ her, nicht von der Natur. Gerade in dieser Mischung aus Armut und harter Arbeit setzte die preußische Krone damals an, um die Grafschaft durch Binnenkolonisation zu stärken.

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Lingen 1720 – eine Statistik

Lingener Geschichte im Bild (39)

Schlachter waren wichtig für die Vorsorgung der Stadt

Ging es in der Geschichtsserie von EL-Kurier und Emslandmuseum bislang häufig um Herrscher und Potentaten, so stehen in der aktuellen Folge die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lingen im Mittelpunkt, die 1720 in einer Einwohner- und Berufsstatistik vollständig erfasst wurden.

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