Archiv der Kategorie: Museum

Von pons zu Pünte

Woher das Schiff seinen Namen trägt

Emspünten im Alten Kanal, vor 1905. Emslandmuseum Lingen.

Der Handelsverkehr zu Wasser wurde zwischen Münster, Holland und Friesland bis ins 20. Jahrhundert hinein mit sogenannten Pünten vollzogen. Dabei handelt es sich um hölzerne Schiffe ohne Motorantrieb, die von Menschenhand oder von Pferden vom Ufer aus durch das Wasser gezogen wurden.

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Der Glockenturm in Altenlingen

Aus der Geschichte einer Glocke

Der Glockenturm in Altenlingen

1988 wurde im Lingener Ortsteil Altenlingen nach alter dörflicher Tradition im Emsland ein Glockenturm in Fachwerkbauweise errichtet. Eine plattdeutsche Inschrift auf einem der Balken lautet: „Anno Domini 1988 Woa wi tohop hept stoahn  Heff us noch kien eene wat daohn“ (Wo wir zusammengestanden haben, hat uns uns noch niemand etwas getan).

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Die Tödden und ihre Sprache

Tödde auf einer Fliese. Emslandmuseum Lingen.

„In’n Tispel bi’n fitzen Butt wöt de Rödel bequässt.“ – Sie verstehen nur Bahnhof? Kein Wunder, denn es handelt sich hier um eine Geheimsprache. Übersetzt heißt der verschlüsselte Satz: „In der Kneipe bei einem guten Essen wurde über den Handel gesprochen.“ Wir haben hier eine Kostprobe der Sprache der Tödden (auch Tiötten, Tüötten oder Tüödden) vor uns – der Wanderhändler aus Beesten, Freren, Schapen, Hopsten, Mettingen, Recke und Umgebung –, die diese Sondersprache nutzten, um ungehindert ihren Geschäften nachgehen zu können. Denn viele geschäftliche Angelegenheiten waren nicht für die Ohren von Fremden bestimmt.

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„Ein Platz an der Sonne“ 1988 in Lingen

Fotos von Manfred Münchow

Fernsehshow „Ein Platz an der Sonne“ 1988 live aus dem Theater an der Wilhelmshöhe

Zur Zeit läuft im Emslandmuseum die Sonderausstellung „Lingen 1987 bis 1991“ mit Fotos des Journalisten Manfred Münchow. Ein besonderes Ereignis in diesen Jahren war die Schirmherrschaft für die ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“, welche die Stadt Lingen 1988 übernommen hatte.

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Was ist ein Slatt?

Flurnamen im Emsland

Fährt man von Schapen nach Beesten geht – noch auf Schapener Gemeindegebiet – von der L57 ein kleiner Weg ab, der den Namen „Im Slatt“ trägt. Wenige Meter westlich gesellt sich der „Slattgraben“ dazu, der im Bereich des Erlenweges seinen Lauf nimmt und in den Kohlbrandgraben mündet. Beide Namen gehen auf eine Flurbezeichnung „Slatt“ zurück. Aber was ist das eigentlich? Was muss man sich unter einem Slatt vorstellen?

Auf einer um 1855 entstandenen „Handzeichnung von der Feldmark Schapen“ ist der Flurname „im Slat“ verzeichnet. Landesarchiv Niedersachsen, Abteilung Osnabrück, K, Akz. 36/1998 Nr. 133 H.

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Beushausen an der Lindenstraße

Aus der Geschichte einer Firma und einer Familie

Das Haus Beushausen an der Lindenstraße 16 (damals noch „Unter den Linden“) um 1935

Die Vorfahren der Familie Beushausen stammten aus dem Harz und kamen durch das Eisenbahnwerk nach Lingen. Adolf Beushausen wurde Oberwerkmeister beim Ausbesserungswerk und erwarb in der Zeit um 1900 das Haus Lindenstraße 16 (damals noch „Unter den Linden“ 16).

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DANKE AN UNSERE MANNSCHAFT

Frauen und Männer im Museum – vor und hinter den Kulissen

Die Mannschaft des Emslandmuseums im Sommer 2024

Viele Frauen und Männer arbeiten im Emslandmuseum in unterschiedlichsten Bereichen vor und hinter den Kulissen – in Vollzeit, in Teilzeit oder geringfügig beschäftigt, als Honorarkräfte oder rein ehrenamtlich. Sie alle sind es, die den Museumsbetrieb in Gang halten – auf der Geschäftsstelle, im Aufsichtsbereich, als Museumspädagogen oder als Techniker.

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Archäologie auf dem Berning-Areal an der Gymnasialstraße

Dr. Dieter Lammers berichtet im Emslandmuseum über seine Ausgrabungen

Ausgrabung auf dem Berning-Gelände an der Gymnasialstraße

Über erste Ergebnisse der Ausgrabungen auf dem Berning-Gelände an der Gymnasialstraße berichtet am Mittwoch, (4.9., 16.00 und 19.30 Uhr) der Lingener Stadtarchäologie Dr. Dieter Lammers im Rahmen der Vortragsreihe „Mittwochs im Museum“. Die spannenden Funde reichen bis in das Mittelalter zurück und geben Einblick in das Leben in der Stadt vor vielen Jahrhunderten.

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