1858 gründete ein paar Männer aus Lingen einen Sportverein mit dem Namen „Männer-Turn-Verein“ (MTV). Sie machten Turnübungen auf dem Schulplatz des Georgianums und veranstalteten Schauturnen im Freien, denn eine Turnhalle gab es damals in Lingen noch nicht.
Türschloss aus dem 18. Jahrhundert funktioniert noch immer tadellos
Türschloss aus der Zeit um 1720
Rund 300 Jahre alt ist dieses Türschloss in der Sammlung des Emslandmuseums. Es wurde in der Zeit um 1720 aus Schmiedeeisen kunstvoll angefertigt und an der Innenseite mit Ornamenten im Stil des sogenannten „Laub- und Bandelwerk“ verziert.
Schüler*innen der Marienschule Lingen erforschen Geschichte
‚Nachtappell‘ am 1. Mai 1933′
Bei den aktuelle Projekttagen der Marienschule Lingen im Emslandmuseum geht es für die Schüler*innen der Klassen 9 in der nächsten Woche um das Thema Nationalsozialismus in Lingen.
Eine Kaminplatte aus der Oranierzeit in der Grafschaft Lingen
Kaminplatte ‚Lingen 1700‘ aus dem früheren Müllerhaus in Schapen
Im früheren Müllerhaus der „Vaalmannschen Mühle“ in Schapen befindet sich eine alte Kaminplatte mit einer seltenen Darstellung. Sie war früher an der Rückseite der Herdwand im alten Müllerhaushaus angebracht und wurde später an dem Kamin im heutigen Wohnhaus übernommen.
Maria-Angela Rosemann im Einsatz bei der Kleinbahn Lingen-Berge-Quakenbrück
Der Kleinbahnhof in Lingen (um 1900)
Noch Jahrzehnte nach der Stilllegung der Kleinebahn Lingen-Berge-Quakenbrück im Jahr 1953 trafen sich die früheren Lokführer und Heizer, das Strecken- und das Werkstattpersonal der Kleinbahn Lingen-Berge-Quakenbrück regelmäßig an markanten Orten entlang der früheren Bahnstrecke. Sie sind mittlerweile allesamt verstorben.
Maria-Angela Rosemann aus Lingen (1924-2022) im Jahr 1942
Es gab aber auch einige Frauen, die bei der Kleinbahn beschäftigt waren. Zu ihnen gehörte die 2022 in Heek verstorbene Maria-Angela Rosemann, später verheiratete Thomas. Sie wurde 1924 in Lingen als Tochter des Schusters Rosemann an der Meppener Straße geboren und trat um 1940 ihren Dienst bei der Kleinbahn an.
Maria-Angela Rosemann mit Kolleginnen vor dem Kleinbahnhof in Lingen
Viele Eisenbahner waren damals zum Kriegseinsatz einberufen und Frauen waren als Hilfskräfte bei der Bahn gefragt.
Der Kleinbahnhof in der NS_Zeit
1942 wurde im Bereich des Lingener Kleinbahnhofs in der Nähe des damaligen Bahnübergangs Haselünner Straße von der Wehrmacht eine Einheit der Eisenbahnflak stationiert. Sie sollte Feindflugzeuge im Anflug auf das Eisenbahnwerk und die Eisenbahnanlagen bekämpfen. Zu den dort stationierten Soldaten gehörte auch Bernhard Thomas aus Bochum.
Maria-Angela Rosemann winkt aus der Kleinbahn
Die beiden jungen Leute lernten sich kennen und wurden ein Paar. Im Herbst 1944 sollte Hochzeit gefeiert werden. Doch daraus wurde nichts.
Das Wagenwerk nach dem Angriff im Februar 1944
Im Frühjahr 1944 erfolgte ein schwerer Luftangriff auf Lingen. Bomben zerstörten das Eisenbahnwerk und viele Wohnhäuser im südlichen Stadtgebiet.
Zerschossene Waggons im Wagenwerk in Lingen 1944
Auch das Wagenwerk der Eisenbahn an der Stelle der heutigen Emslandhallen und die dort abgestellten Bahnwaggons wurden schwer getroffen.
Das zerstörte Wagenwerk 1944
Nach der Landung der Alliierten in der Normandie (6.6.1944) rückte zudem von Frankreich her die Westfront auf Deutschland zu. Die Eisenbahnflak wurde von Lingen abgezogen, die geplante Hochzeit musste verschoben werden.
Maria-Angela Rosemann 1945
Bernhard Thomas überlebte den Krieg und kehrte nach dem Kriegsende (8.5.1945) rasch zu seiner Braut nach Lingen zurück. Im August 1945 holten die beiden die Hochzeit nach.
Notwohnung in der Ruine des ausgebombten Elternhauses
Im Zivilberuf war Bernhard Thomas Schuhmacher und hätte gut in das Schuhgeschäft seines Schwiegervaters eintreten können. Aber auch seine Eltern in Bochum hatten ein Schuhgeschäft und dort wurde der Sohn dringend gebraucht. Denn das Haus der Familie Thomas war ausgebombt und die Familie wohnte in der Ruine des zerstörten Gebäudes.
Dorthin zog auch das junge Paar und richtete sich im ausgebombten Elternhaus eine provisorische Wohnung ein. Die Lebensumstände waren schwierig, aber immerhin konnte man über die Verwandten in Lingen Lebensmittel besorgen und Tauschgeschäfte organisieren.
Fensterglas für die Notwohnung war 1945 nirgendwo zu bekommen
Im Oktober 1946 wurde das erste Kind geboren. Der größte Wunsch der jungen Mutter war damals, wenigstens für eines der Fenster eine Glasscheibe zu bekommen, damit etwas Licht in die Wohnung käme. Die waren nämlich alle mit Brettern vernagelt, weil Fensterglas in der Nachkriegszeit nirgendwo zu bekommen war.
Für den Bericht über die Lebensgeschichte seiner Schwester danken wir Herrn Hermann Rosemann, Lingen.
Wappenstsein von Ripperda – von Falke von der früheren Burg Venhaus bei Spelle
Jahrzehntelang hatte das Emslandmuseum einen Wappenstein von der frühreren Burg Venhaus bei Spelle in Verwahrung. Viele Besucher haben das über 400 Jahre alte Kunstwerk mit den Wappen von Ripperda (Reiter in Rüstung mit Schwert) und von Falke (Darstellung eines Falke) im Adelszimmer im Kutscherhaus bewundert.
Petra Berning 2013 bei einer Baubesprechung in Lengerich
Petra Berning stammte aus einer alten Handwerkerfamilie in Lingen, ihr Vater war der in Lingen sehr bekannte Malermeister Karl Berning. Das Stammhaus mit dem Malerbetrieb befand sich am Andreasplatz (Lookenstraße 12), später wohnte die Familie an der Bäumerstraße.
Café im Kutscherhaus und Rückblick auf die Architektin Petra Berning
Silvesternachmittag im Kutscherhaus des Emslandmuseums
Nach mehrjähriger Unterbrechung lädt der Heimatverein Lingen in diesem Jahr am Silvesternachmittag wieder alle Interessierten zum traditionellen Jahresrückblick in das Emslandmuseum ein. Das historische Kutscherhaus verwandelt sich an diesem Nachmittag ab 14 Uhr in ein gemütliches Café und dort werden unter dem Rauchfang des Herdfeuers frische Neujahrskuchen gebacken. Im Vortragsraum des Neubaus berichtet Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck um 14, 15 und 16 Uhr über die Architektin Petra Berning und ihre Projekte.
Weihnachten unter dem Tannenbaum in der Kaserne (1898)
Jedes Jahr ist Weihnachten, meistens mit ähnlichem Verlauf, aber Weihnachten ist doch jedes Mal anders. Kinder wachsen heran, alte Leute sterben. Menschen ziehen um – freiwillig oder unfreiwillig. Die Zeiten ändern sich und damit auch Weihnachten.
Hirte beim Blasen des Middewinterhorns in der Krippe der Stiftskirche in Vreden
Der plattdeutsche und niederländische Begriff „Middewinter“ bedeutet „in der Mitte des Winters“ und erinnert daran, dass das christliche Weihnachtsfest in die Zeit der Wintersonnenwende (21. Dezember) fällt, aber der die Tage wieder länger werden. Schon die heidnischen Germanen sollen die Wintersonnenwende mit dumpfen Tönen aus großen Blasinstrumenten begrüßt haben.