Hervorgehobener Beitrag

HERZLICH WILLKOMMEN IM EMSLANDMUSEUM

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 14:30 bis 17:30 Uhr, sonst nach Absprache.
An Feiertagen geschlossen (außer Tag der Deutschen Einheit und Reformationstag)

Gruppen in der Ausstellung bis zu maximal 25 Personen

  • Gruppen für Vorträge und Veranstaltungen im Saal nach Absprache
  • Terminvereinbarung unter Tel. (0591) 47601 oder Email: museum.lingen@t-online.de



Zur Vortragsreihe „MITTWOCHS IM MUSEUM“: https://heimatverein-lingen.de/events/

Hier geht es zu den weiteren Hinweisen:

Weiterlesen

Auf der Suche nach dem Emsland

Vor 725 Jahren taucht der Begriff „Emsland“ erstmals auf

2025 ist ein ausgesprochenes Jubeljahr. Nicht nur das Jubiläum „75 Jahre Emslandplan“ kann ausgiebig zelebriert werden. Nein, auch der Name „Emsland“ feiert Geburtstag – und zwar den 725. Vom 17. September 1300 datiert nämlich eine Urkunde, in der der münsterische Drost (Verwalter) Everhard Svenke der Stadt Osnabrück mitteilt, dass er allen ihren Bürgern im Auftrag seines Herrn, des Fürstbischofs von Münster, zum bevorstehenden Markt in Meppen freies Geleit gewährt. Svenke wird in diesem Geleitbrief als „dapifer totius Emeslandie“ betitelt, also als Drost des ganzen Emslandes. Das ist die früheste Nennung der Gebietsbezeichnung Emsland.

Weiterlesen

Vom „Sod“ zur „Pütte“

Die spannende Geschichte eines plattdeutschen Brunnenwortes

Wer im Emsland oder Münsterland unterwegs ist, hört bis heute den mundartlichen Ausdruck „Pütt“ oder „Pütte“, wenn von einem Brunnen die Rede ist. Doch woher kommt dieses Wort eigentlich – und was steckt sprachgeschichtlich dahinter? Sprecher des Plattdeutschen wissen: Mit „Pütt“ oder „Pütte“ meint man Brunnen oder Quelle. Im Hochdeutschen liegt die Übersetzung „Pfütze“ zwar nahe, trifft die plattdeutsche Bedeutung aber nicht ganz. Sprachwissenschaftlich sind die Wörter dennoch verwandt, denn im Germanischen lautete der Ursprung *puti. Durch die althochdeutsche Lautverschiebung wurde daraus hochdeutsch „Pfütze“ (p → pf, tt → tz). Im Mittelniederdeutschen, das zwischen 1200 und 1650 gesprochen wurde, konnte „Pütt(e)“ zusätzlich eine wassergefüllte Grube bezeichnen.

Weiterlesen

Sumpfbäche?

Woher kommen die Namen Nord- Mittel- und Südradde?

Wer im Emsland unterwegs ist, stößt früher oder später auf den Namen Radde. Gemeint ist damit allerdings nicht nur ein Fluss, sondern gleich drei Gewässer: Nordradde, Mittelradde und Südradde. Sie alle entspringen am Rand der hügeligen Geestlandschaft des Hümmlings oder in den angrenzenden Mooren und verlaufen in überwiegend südwestlicher Richtung, bis sie in Ems oder Hase münden.

Die Südradde als „Radde Fl.[uvius]“ auf einer Karte aus dem Jahr 1725. Quelle: Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, Kartensammlung, A Nr. 02951.

Weiterlesen

Die Emsländer

Niedersächsische Westfalen oder westfälische Niedersachsen?

Westfalen feiert in diesem Jahr ein wichtiges Jubiläum. Vor 1250 Jahren wird der Name erstmals erwähnt. Doch warum soll dieses Gedenkjahr Thema des Emslandmuseum-Blogs sein? Was hat das Emsland mit Westfalen zu tun? Können etwa auch die Emsländerinnen und Emsländer dieses Jubiläum mitfeiern? Das kann nicht sein! – Oder vielleicht doch? Jedes Kind weiß schließlich, dass der Landkreis Emsland zu Niedersachsen gehört. Und vor der Gründung dieses Bundeslandes war es Teil der preußischen Provinz Hannover (1866–1946) bzw. des Königreiches Hannover (1814–1866).

Weiterlesen

Ein Himmel aus Wurst und Schinken

Woher der Begriff Wiemen kommt…

Wissen Sie, was ein Wiemen ist? Derjenige, der noch des Plattdeutschen mächtig ist, denkt dabei an eine schlichte Holzstange im Hühnerstall oder an das Gerüst im Schornstein, an dem Speck, Schinken und Würste gemütlich im Rauch hängen. Doch hinter diesem eher bodenständigen Alltagsgegenstand steckt eine erstaunlich weite Reise durch Zeit und Sprache – von den Römern über das Mittelalter bis in die neuzeitlichen Küchen und Ställe.

Weiterlesen

Geier oder Keilform?

Hat der Gierenberg etwas mit der Hinrichtungsstätte zu tun?

In der letzten Folge dieses Blogs ging es um die letzte öffentliche Hinrichtung auf dem Lingener Gierenberg, die an Gerhard Kruis alias Knapp Gerd vor genau 200 Jahren vollzogen wurde. Aber woher kommt eigentlich der Name der Richtstätte? Was bedeutet Gierenberg? Und hat der Name vielleicht etwas mit diesem schaurigen Ort zu tun?

Weiterlesen

Der Wald der Dreher

Der Ortsname Dreierwalde

Einmal in die Welt gesetzte Ortsnamendeutungen sind oft sehr langlebig – selbst, wenn sie offensichtlich falsch sind. So hält sich bis heute hartnäckig die Ansicht, der Ortsname Dreierwalde gehe auf ‚drei Häuser im Wald‘ zurück. Doch wo sind, wenn dem so wäre, denn dann eigentlich die „Häuser“ im Ortsnamen geblieben, der nur aus den Teilen Dreier- und -walde besteht?

Auch das Gemeindewappen von Dreierwalde gibt die falsche Ortsnamenerklärung als „drei Häuser im Wald“ wieder.

Weiterlesen

Wer waren die Pusilinge?

Über manche Vornamen, die Eltern heute ihren Kindern geben, darf man sicherlich geteilter Meinung sein und auch trefflich streiten. Oftmals werden im Gespräch dann aber die alten Rufnamen beschworen, die – weil bekannt – als „normal“ empfunden werden. Doch mahnt der Historiker zu Vorsicht gegenüber derartigen Pauschalurteilen, weil sich im Laufe der Zeit die Namenmoden doch vielfach gewandelt haben.

Weiterlesen