Der Maler Julius Gend lebte in der Kriegs- und Nachkriegszeit in Lingen. Er war ein Verwandter der Familie Essmann, damals Pächter der Lingener Wilhelmshöhe, und hielt zahlreiche Ansichten aus Lingen und Umgebung in seinen Grafiken fest.
Ende der 80er-Jahre gab es in Lingen eine rege Bautätigkeit. Ganze Straßenzüge verschwanden und anstelle maroder Bausubstanz entstanden stattliche Neubauten. Der Pressefotograf Manfred Münchow (1957-2022) hielt die damaligen Abbrüche und Neubauten in seinen Aufnahmen fest.
Nachruf auf ein Denkmal bäuerlicher Kultur im Emsland
Das Bauernhaus Beerlage auf einer Ansichtskarte von etwa 1905
Vor einigen Wochen verschwand eines der ältesten und markantesten Bauernhäuser im alten Kirchspiel lengerich aus dem Ortsbild im nördlichen Teil der Gemeinde: das Haus Berlage. Es war von alters her mit einer Wassermühle und einem Ausschank verbunden.
Fotos von Manfred Münchow aus den Jahren 1987 bis 1989
Gelöbnis auf dem Marktplatz
Die 80er-Jahre waren in Europa eine Zeit der Hochrüstung und die Bundeswehr war ein wichtiger wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Faktor in Lingen. Viele Ereignisse bei und mit der Bundeswehr hielt der Pressefotograf Manfred Münchow damals in seinen Fotos fest.
Alte Ansichtskarten aus dem früheren Landkreis Lingen präsentiert und erläutert Museumsleiter Dr. Andreas Eiynck beim nächsten „Mittwoch im Museum“ (3.7., 16.00 und 19.30 Uhr).
Die meisten Menschen im Emsland wohnten früher auf dem Lande und lebten von der Landwirtschaft. Die Bauernhäuser bestanden aus einem inneren Tragegerüst mit Ständern und Balken aus dicken Eichenhölzern.
Im Mittelalter gab es in Wietmarschen keine Mühle. Das Kloster und die Bauern mussten ihr Korn in den gräflichen Mühlen in Nordhorn oder Neuenhaus mahlen lassen und dafür eine Gebühr entrichten. Weil dem Grafen von Bentheim als Landesherrn das Recht auf den wehenden Wind und das fließende Wasser zustand, konnte man ohne Erlaubnis auch keine Mühle errichten.
Markus Quadt 10 Jahre in der Alten Posthalterei am Markt
Die Posthalterei im Jubiläumsjahr 2024
Vor 10 Jahren übernahm Markus Quadt die Alte Posthalterei am Markt. Er hat aus dem verschlafenen Restaurant eine Bierkneipe mit guter Küche gemacht und damit einen neuen Treffpunkt in Lingen geschaffen.
Die Holzschuhwerkstatt Hofschröer stand ursprünglich an der alten B 70 zwischen Holthausen und Altenlingen (jetzt Parkplatz) in der Nähe des Bauern Kühlenborg. 1975 wurde sie in ein altes Fachwerkgebäude auf dem Gelände des Ludwig-Windthorst-Hauses umgesetzt und wird seitdem als Schauwerkstatt betrieben. Hermann Hofschröer, der Enkel eines der Firmengründer, erläuterte uns bei einem Ortstermin die Arbeitsweise und die Firmengeschichte der Holzschuhmacherei seiner Vorfahren.
Hin und wieder entdecken wir in privaten Fotoalben aus der Nachkriegszeit Fotos von Helga Hanauer und manche Zeitzeugen können sich noch gut an sie erinnern. Grund genug, einmal über diese besondere Lingener Persönlichkeit zu berichten.