Pfingsten verbinden die meisten Lingener nicht nur mit einem hohen kirchlichen Feiertag, sondern auch mit dem Bürgerschützenfest und dem seit 1372 regelmäßig zu Pfingsten gefeierten Bürgersöhne-Aufzug zum Kivelingsfest.
Kivelingsfest 1949: „ohne Stechschritt und Hackenknallen“
Ansichtskarte vom Kivelingsfest 1949
Die Spuren des Krieges waren in Lingen noch an vielen Stellen unübersehbar und viele ausgebombte und zerschossene Häuser warteten noch auf den Wiederaufbau. Die Währungsreform von 1948 hatte die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg geschaffen. Auch die Kivelinge wagten 1949 erstmals nach dem Krieg und 12 Jahre nach dem letzten Vorkriegsfest 1937 einen Neuanfang.
Zu einem Entdeckerspiel im Amtsgerichtsparkt lädt das Emslandmuseum am Samstag (25.5, 15.00-16.30 Uhr) alle jungen Forscher im Alter von etwa 6 bis 10 Jahren ein, die Natur und Umwelt in den Parkanlagen und am alten Stadtgraben mit allen Sinnen entdecken möchten.
Am 23. Mai 1949 wurde in Bonn das Grundgesetz für Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet. Nur wenige Monate zuvor hatte die Währungsreform die Grundlage für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg der drei westlichen Besatzungszonen gelegt, aber auch die Teilung Deutschlands in Ost und West gefestigt.
Um den Wandel des Frauenbildes und der Frauenarbeit in den letzten 150 Jahren geht es beim nächsten ‚Mittwoch im Museum‘ am 8.5. (Mi, 16.00 und 19.30 Uhr) im Lingener Emslandmuseum. Dr. Andreas Eiynck berichtet anhand von Fotos und Dokumenten über Lebenswege von Frauen in Stadt und Land.
Vom 4. Mai bis zum 21. Juni zeigt die Künstlerin Astrid J. Eichin in der Bonifatiuskirche in Lingen eine Ausstellung zu ihrem Kunstprojekt „Schutzmantel“ (www.astrid-j-eichin.de). Grund genug, der Bedeutung des Schutzmantels in der jüdisch-christlichen Tradition einem auf den Saum zu schauen.
Familie Krone mit Museumsleiter Ludger Gude und Bürgermeister Sils vor dem neuen Museumeingang
Nach einer umfassenden Umgestaltung und Modernisierung wurde das KRONE-Museum in Spelle jetzt neu eröffnet. Neben zahlreichen landtechnischen Exponaten erinnert nun auch ein mit persönlichen Gegenständen eingerichteter Raum an das Wirken von Dr. Bernard Krone.
Fotos und Berichte von Paul Hermanns (1930 – 2016)
Schüler der Marienschule 1956/1957
Paul Hermanns (1930-2016) war 1956 und 1957 zwei Jahre lang als Lehrer auf Probe an der Marienschule in Lingen tätig. Später war er viele Jahre Leiter der Realschule in Emsbüren. Der begeisterte Hobbyfotograf hielt in dieser Zeit viele Szenen des Schulalltags und besondere Ereignisse im Schulleben in seinen Aufnahmen fest. Die Bilder wurden uns freundlicherweise von seiner Tochter Regina Hermanns überlassen.
Am 27.4. (Sa., 15.00 Uhr) gibt es für junge Besucher im Emslandmuseum wieder eine Schatzsuche im Kutscherhaus. Das Erlebnisangebot richtet sich an Kinder im Alter von etwa 5 bis 7 Jahren, die gerne auch von ihren Eltern oder Großeltern begleitet werden dürfen. Gesucht werden die Schätze in alten Truhen, Schränken und Behältern, die allerdings gut verschlossen sind. So müssen zuerst einmal verschiedene Rätsel und Aufgaben gelöst werden.
Vor einiger Zeit erwarb das Emslandmuseum den Nachlass des Lingener Pressefotografen Manfred Münchow (1957-1922), der Ende der 80er-Jahre zahlreiche Ereignisse in Lingen und Umgebung in seinen Fotos festhielt. Hierzu gehörte auch der Bau des Speicherbeckens im Norden der Stadt, den Münchow in zahlreichen Aufnahmen dokumentierte.